Freitag,
19.10.2018
Nenne Deine Soft Skills

Nenne Deine Soft Skills

Dein Anschreiben mit Leben füllen

Wer sich bewerben will, für den zählen natürlich die Noten im Zeugnis. Das sind die sogenannten Hard Skills, die harten Fakten, die erst einmal darüber entscheiden, ob der Personaler die Bewerbung überhaupt näher prüft. Was dann zählt, sind in der Regel die Soft Skills. Sie machen den Unterschied, denn diese Zusatzqualifikationen sagen jede Menge über die Persönlichkeit des Bewerbers und seine Reife aus. Daher empfehlen Berufsberater Zusatzqualifikationen und sozialen Kompetenzen in Lebenslauf und Bewerbung zu nennen. Allerdings geht es nicht darum, alles aufzuzählen, was man neben der Schule bisher so gemacht hat.

  

Qualität statt Quantität

„Viel hilft nicht viel“, sondern wirkt beliebig. Also bewusst auswählen, was man erwähnt. Am besten, man konzentriert sich darauf, was man wirklich gut kann und bleibt unbedingt bei der Wahrheit. Sich sozialer, engagierter, teamfähiger zu machen als man es bisher war, bringt nichts, verspielt nur das wichtigste Kapital, das man in den neuen Job mit einbringt: die eigene Glaubwürdigkeit. Und damit das erst gar nicht passiert, ist es sinnvoll, einfach das konkret zu benennen, was man zusätzlich zu Schule und Studium bisher gemacht hat. Wenn man sich zum Beispiel sozial engagiert, bei der Freiwilligen Feuerwehr dabei ist oder seit Jahren im Fußballverein spielt, sagt das sehr viel über Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit aus. 

 

Stellenausschreibung genau lesen

Bei der Auswahl der Soft Skills, die man nennt, hilft es, die Stellenausschreibungen ganz genau zu lesen. Denn die meisten Arbeitgeber beschreiben die Zusatzqualifikationen, die sie von ihren Bewerbern erwarten, damit diese nahtlos ins Team passen. Wenn ein potentieller Arbeitgeber einen teamfähigen, zuverlässigen Bewerber sucht, der belastbar und engagiert ist, dann qualifiziert ein Ehrenamt beim Jugendrotkreuz oder der Malteser Jugend, um nur ein Beispiel zu nennen. Und, wie bereits erwähnt, Beispiele aus dem eigenen Leben zu nennen, ist notwendig, um Formulierungen wie „soziales Engagement“ und „Verantwortungsbewusstsein“ mit Leben zu füllen.

 

Selbst formulieren statt „Copy & Paste“

Was neben den Soft Skills auch unbedingt ins Bewerbungsanschreiben gehört, ist die eigene Motivation für die Ausbildung. Aber wie formuliert man diese richtig? Am einfachsten gelingt dies, wenn man Antworten auf die Fragen gibt: „Warum will ich diesen Beruf genau in dieser Firma erlernen?“ und „Warum bin ich dafür der bzw. die Richtige?“ Diese Antworten sind dann der rote Faden für das Anschreiben. Und sie helfen einen Kapitalfehler zu vermeiden: Das Kopieren vorgefertigter Formulierungen. Denn viele Bewerber, klagen Personaler, bedienen sich via Copy & Paste bei den zahlreich verfügbaren Bewerbungsvorlagen im Netz. Das sollte man unbedingt vermeiden! Denn es wirft alles andere als ein gutes Licht auf den Bewerber.

 

- Foto: Jeffrey Lin/unsplash.com -