Montag,
12.10.2020
Ausbildungsberufe im Laufe der Zeit

Ausbildungsberufe im Laufe der Zeit

Durch die Digitalisierung verändert sich die Arbeitswelt enorm.

Der ITler sitzt stundenlang vor dem Rechner und ist sehr schüchtern im Umgang mit seinen Mitmenschen, die Sekretärin koordiniert nur die Termine des Chefs und der Bankkaufmann sitzt den ganzen Tag am Schalter und bedient Kunden. Solche Klischees sind noch immer in den Köpfen vieler Menschen. Doch die Berufswelt hat sich durch die Digitalisierung verändert und dieser Prozess ist noch lange nicht vorbei. Wir stellen einige Berufe vor, die sich in den letzten Jahren gewandelt haben oder die neu entstanden sind.

 

Fahrradmonteur/-in

Nicht nur neue Berufe entstehen, auch totgesagte Berufe erfahren einen Boom. Durch ein höheres Umweltbewusstsein und das wachsende Bedürfnis sich selbst fit zu halten, steigen viele vom Auto wieder auf das Fahrrad. Damit ist auch der Bedarf an gut ausgebildeten Fahrradmonteuren wieder höher. Während der zweijährigen Ausbildung lernt man alle Bereiche rund um das Rad kennen: von der Werkstatt über das Büro bis hin zum Verkaufsraum.

 

Berufe im Sekretariat

Mittlerweile hat sich dieser Beruf enorm gewandelt, nun heißt die Berufsbezeichnung meist Teamassistenz. Neben den organisatorischen Belangen der Mitarbeiter, darf er oder sie bei Projekten mitarbeiten und so zum Erfolg der Firma beitragen. Berufe im Sekretariat sind beispielsweise Bürokaufmann/-frau, Rechtsanwaltsfachangestellte/-r, Fremdsprachenkorrespondent/-in oder Beamter/Beamtin im mittleren nichttechnischen Verwaltungsdienst.

 

Kaufmann/-frau im E-Commerce

Ob die neusten Sneaker, eine stylische Handyhülle oder der Kalender der Lieblings-Influencerin, Onlineshopping gehört zum Alltag. Der Onlinehandel boomt und macht einen großen Teil der wirtschaftlichen Leistung aus. Deswegen gilt der Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce als Beruf mit guten Zukunftsaussichten. Zum Aufgabengebiet gehören der Aufbau eines Online-Shops, das Einpflegen von Produkten, die Analyse von Kennzahlen, das Bearbeiten von Rechnung, die Entwicklung von Marketing-Maßnahmen und das Pflegen von Kundenkontakten.

 

Fachinformatiker/-in

Ganz aktuell ist eine Änderung beim Ausbildungsberuf Fachinformatiker: Statt bisher zwei Schwerpunkte (Anwendungsentwicklung und Systemintegration), gibt es seit August vier. Neu dazugekommen sind der Fachinformatiker für Digitale Vernetzung und der Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse. Der Fachinformatiker für Digitale Vernetzung kümmert sich um die Netzwerkinfrastruktur. Die Auszubildenden lernen, wie man Systeme und Anwendungen auf IT-Ebene vernetzt und optimiert, sie schützen die Programme vor Zugriffen von außen und kümmern sich um Systemausfälle. Beim Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse stehen die Auswertung von Nutzerdaten im Fokus. Damit kann ein bestimmtes Produkt oder ein Prozess optimiert werden. Grund für die Änderung ist eine Neuordnung der IT-Berufe. Für die Spezialisierung entscheidet man sich bei Beginn der Ausbildung.

 

Kfz-Mechatroniker/-in

Der Beruf des Kfz-Mechatronikers ist nicht nur einer der beliebtesten Ausbildungsberufe, sondern hat auch große Zukunftsaussichten. Denn in Autos wird immer mehr Elektronik verbaut, die regelmäßig von einem Fachmann gewartet werden muss. Im Bereich des Fehlerlesens setzt der Kfz-Mechatroniker heute auf Hightech. Laptops, Tablets und Diagnosegeräte sind fester Bestandteil im Berufsalltag. Daneben gehören das Warten und die Reparatur von Autos, das Austauschen von Einzelteilen, die Inspektion von Fahrzeugen und die Beratung von Kunden zum Aufgabengebiet.

 

Foto: Unsplash.com/Christopher Burns